Bürgerverein Wahn-Wahnheide-Lind e.V. 
 

Gründung des Bürgervereins
Am 16.12.1960 gründeten einige engagierte Bürger aus den Ortsteilen Wahn, Wahnheide und Lind – der damaligen Stadt Porz – den Bürgerverein Wahn-Wahnheide-Lind e. V.
Seitdem hat sich der Vorstand des Bürgervereins den Problemen und Anliegen der Bürger angenommen.
1994 beschloss der Bürgerverein die Pflege des Naherholungsgebietes „Scheuermühlenteich“ zu übernehmen, dem die Stadt Köln aus Kostengründen nicht mehr nachkommen konnte.
Aus diesem Grunde wurde mit dem damaligen Bundesvermögensamt am 09.04.1995 ein Pachtvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.
Es wurde der Förderkreis „Scheuermühlenteich“ gegründet, der dem Bürgerverein angegliedert ist.


Entstehung und Geschichte der Stadtteile

Wahn
Der Ortsname Wahn ist wahrscheinlich abgeleitet vom Ritter Conrad von Wanda. Dieser wohnte in der Burg, die früher an der Stelle des heutigen Schlosses stand. Diese Burg wurde wahrscheinlich um 1100 erbaut. Später wurde diese Burg zu einem Rokoko - Wasserschloss umgebaut. Durch Heirat ging das Schloss 1820 in die Familie von Eltz Rübenach über, die heute noch Eigentümer ist. Seit 1748 gehörte auch der gegenüberliegende Hof als Versorgungshof zum Schloss - der heutige Eltzhof. Zwischen 1947 und 1954 befand sich im Schloss ein Studentenwohnheim der Universität zu Köln. Heute befindet sich im Schloss die theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln.

Bereits um 1800 wurde in Wahn eine Schule errichtet. Das Gebäude wurde 1998 abgerissen. Heute gibt es ein großes Schulzentrum am nördlichen Rand von Wahn, dass gegen Ende der 1960er bis Anfang 1970 errichtet wurde und ebenso ein Schwimmbad.
1894 wurde der Grundstein für eine Kirche in Wahn gelegt. Gegenüber befand sich bereits das St. Josefs-Kloster für Arme und Kranke, später wurde aus dem Gebäude ein Krankenhaus und danach bis heute ein jetzt hochmodernes Pflegeheim.
Wahn besaß bis 1910 auch eine Brauerei, die Brauerei Kreicher.
1919 errichtete Wilhelm Ruppert die Firma Elektro-Isolier-Industrie, die der größte Arbeitgeber mit bis zu 1000 Beschäftigten wurde. Auf dem Betriebsgelände befand sich auch das erste Wahner Freibad. Im Jahr 1973 musste die Firma schließen, der Name Ruppert-Gelände ist jedoch noch erhalten wie auch die Wilhelm-Ruppert-Straße.

Wahnheide
Der Stadtteil Wahnheide entstand ab 1817 aus der kleinen Ansiedlung "an der Biesel" im Zuge derEinrichtung des preußischen Truppenübungsplatzes in der Wahner Heide. Um das Militär zu versorgen, bauten Händler, Gastwirte und Dienstleister dort rasch erste Unterkünfte, aus denen sich der heutige Ort entwickelte.
Namensgebung:
Bis zum ersten Weltkrieg hieß die junge Siedlung im Volksmund meist nur "Biesel".
Die heutige Ortsbezeichnung leitet sich von der Wahner Heide ab, deren Name im Jahr 1757 erstmals auf einer Karte des Hauses Wahn verzeichnet wurde. Nach 1817 wuchs der Weiler durch den ständigen Aufenthalt von Militärpersonal stark an; Zelte und Hütten wichen festen Wohnhäusern , Gasthöfen und Pensionen.
Im Jahr 1939 entstand in direkter Nachbarschaft ein militärischer Fliegerhorst, der nach dem zweiten Weltkrieg als Basis für den heutigen Flughafen Köln/Bonn und die Luftwaffenkaserne diente. 

Lind
Der rechtsrheinische Kölner Stadtteil Lind entstand vermutlich in der Frankenzeit und wurde im Jahr 1165 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vom althochdeutschen Wort „linta“ für Linde ab. Bekannt ist der Ort vor allem für die historischen Scheuermühlenteiche sowie die frühe Industrieansiedlung auf der Linder Höhe, dabei auch eine Seilfabrik (ab 1845) und eine spätere Sprengstoff- und Dynamitfabrik, die das Ortsbild und die Geschichte prägten.
Entstehung und Geschichte:
· Frühe Besiedlung: Funde belegen eine Besiedlung des Raumes bereits in der Jungsteinzeit.
· Mittelalter: Im Mittelalter gehörte der Weiler zum Amt Porz im Herzogtum Berg.
· Preußen und Verwaltung: Nach französischer Besatzung ab 1795 kam der Ort 1815 an Preußen, war Teil der Bürgermeisterei Wahn, wurde 1929 nach Porz eingemeindet und kam schließlich 1975 mit Porz zu Köln.
Worauf der Ort beruht / wofür er bekannt ist:
· Scheuermühlenteiche: Ein wichtiges Naturdenkmal an der Bergischen Terrasse, an dem seit dem 13. Jahrhundert eine Mühle mit Hilfe der Teiche betrieben wurde.
· Industriegeschichte (Linder Höhe): Ab 1845 siedelte sich dort Industrie an (u. a. eine Seilerei von Felten & Guilleaume), später folgte eine Explosivstoff- und Dynamitfabrik, die 1918 gegen 7.00 Uhr von einer schweren Explosionskatastrophe erschüttert wurde. Es gab je nach Quelle zwischen 60 und 100 Todesopfer, meist Frauen, wovon dutzende Opfer im sogenannten letzten Massengrab am 16.11.1918 auf dem Friedhof Wahn beigesetzt wurden. Die Gedenkstätte ist noch vorhanden, einige Grabsteine tragen Namen der Opfer.
· Heutige Nutzung: Lind ist trotz moderner Wohnlagen und einer Forschungsstelle des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein stark landwirtschaftlich geprägter und ruhiger Ortsbezirk geblieben.


Hier eine Auswahl alter Bilder aus den Orten


Brauerei Kreicher

Ehem. Straßenbahn Spich-Lind

Frankfurter Straße

Canton Mülheim

Tankstelle

Bürgermeisterei Wahn


Industriegebiet Ruppertgelände


Freibad im Ruppertgelände


Dorfansicht - links das  Kirchenschiff


Ruppertfabrik 


Abriss alte Schule

Älteste Aufnahme  Schloss Wahn

Gelände um Kirche





Alte Metzgerei Wörner (abgerissen)






Neue Kreuzung Heidestr. mit damaliger Sparkasse